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Zurück zum Ursprung – Ökologisch Wohnen

Text: Denise Derflinger

In unserer Welt des Konsums und Verbrauchs tut sich ein Gegentrend auf. Das Thema „Nachhaltigkeit“ zieht sich wie ein roter Faden durch die Trends – von der Ernährung bis zum Wohnen. Öko-Wohnen ist aber weit mehr als Holz, Kork und Sisal. Es ist eine Lebenseinstellung. Und schafft nebenbei ein gesundes Fundament für Alles. Ob in der Medizin, bei der Ernährung oder vor allem mit Blick auf die Zukunft – die Natur wird wieder mehr geschätzt. Zahlreiche Menschen suchen auch beim Hausbau, Möbelkauf und Einrichten besonders ökologische Möglichkeiten. Denn was der Natur guttut, tut auch dem Menschen gut.

Vom ersten Spatenstich an ökologisch

Wer sich für einen Neubau entscheidet, kann von Anfang an die Segel Richtung bessere Zukunft hissen. Je früher Sie sich für nachhaltiges Bauen entscheiden, desto besser. Schon die Architektur der Räume kann später Einsparungen beispielsweise beim Energieverbrauch bringen: Räume, die später am wärmsten sein sollen, werden im Zentrum des Hauses angesiedelt, durch ein Ausrichten nach der Sonne spart man selbst an kalten Tagen Heiz- und dank des natürlichen Lichtes auch Stromkosten. Ist die architektonische Frage geklärt, darf Häusl gebaut werden! Am besten mit Naturbau- und Naturdämmstoffen, die robust sind, im besten Fall heimisch weil aus der Region, und die sich so ganz nebenbei auf ein gesundes Klima im Haus auswirken. Für die Wände eignen sich Lehm, Ziegel und Holz, als Dämmmaterialien Hanffasern, Heu und Schafswolle, dazu kommen Naturfarben beim Verputz und Estrich. Hochwärmedämmende Fenster sind in der Anschaffung zwar etwas teurer als „normale“ Fensterfronten, gemessen an den Einsparungen fürs Heizen relativieren sich diese Mehrkosten aber schnell wieder.

Bauen mit Holz

Wer nachhaltig, ökologisch verantwortungsvoll, klimatisch sinnvoll und auch ästhetisch bauen möchte, der wird häufig beim traditionellsten Baustoff schlechthin ankommen: bei Holz. Dieses wird schon seit Jahrtausenden als Rohstoff verwendet und hat viele Vorteile. Unbehandelt beeinflusst es das Raumklima wunderbar positiv, indem Holz Luftfeuchtigkeit und Temperatur natürlich ausgleicht. Gleichzeitig hat Holz ein geringes Eigengewicht, eine hohe Zug- und Druckfestigkeit und es verbraucht bei der Herstellung meist deutlich weniger Energie als viele andere Baustoffe. Das Wichtigste jedoch: Holz wächst, und zwar ständig! Oftmals bedarf es aber gar keiner Neuanschaffung – dank Kreislaufwirtschaft wird altes Material einfach wiederverwendet oder nach seiner Nutzungsdauer verbrannt. Wird beim Bau heimisches Holz verwendet, verkürzen sich die Transportwege, achtet man auch noch auf Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft wie FSC®, (Forest Stewardship Council) oder auf den Blauen Engel, macht man einiges richtig. Und wieder dankt es das Klima!

Mut macht´s wohnlich

Nachhaltig wohnen bedeutet auch, dass man manchmal abweichen muss von Altbekanntem. Die Designer, Architekten und „grünen“ Gründer im Wohnen-Bereich überschlagen sich vor innovativen Ideen – und es liegt nur noch an uns, was wir daraus machen. So gibt´s neben klassischen Möbeln aus zertifiziertem Holz und sogar ganz ohne Metall auch Innovationen wie Möbel aus Pappkarton, aus recyceltem Material, solche, die gleich mehrere Möbel-Funktionen übernehmen, die besonders ressourcenschonend verarbeitet werden und aus reinen Naturprodukten bestehen. Statt Chemie kommt Natur auf das Möbelstück: zertifizierte Bio-Öle, -Lasuren, -Farben oder -Wachse lassen das Teil atmen – und uns gleich mit! Die eine Lampe aus österreichischem Heu kommt über den Esstisch, die andere aus Filz übers Bett und südtiroler Zirbenholz schafft es als schallregulierendes und duftendes Wandpaneel an die Wand neben dem Schreibtisch. Wer sich dem Öko-Wohnen (zumindest teilweise) verschreibt, spürt die Natur in jedem Eck.

Grüne Tipps für den Alltag

Für grünes Wohnen muss man nicht gleich das ganze Haus auf den Kopf stellen. Auch kleine Maßnahmen können Großes bewirken!

  • Standby-Modus aufgeben: Schalten Sie alle elektronischen Geräte, die Sie nicht brauchen, ab und stecken Sie die Stecker ganz aus
  • Lassen Sie Fenster nicht stundenlang offen, Stoßlüften ist viel effektiver
  • Wasser ist wertvoll: Drehen Sie beim Zähneputzen den Wasserhahn zu, verwenden Sie einen wassersparenden Duschkopf und nutzen Sie die Ökoprogramme Ihrer Haushaltsgeräte
  • Bringen Sie hinter den Heizkörpern eine Aluminiumbeschichtung an der Außenwand an. Die Wärme geht dadurch nicht an die Hauswand verloren, sondern wird in den Raum zurückgestrahlt
  • Sammeln Sie Regenwasser fürs Blumengießen und Autowaschen
  • Nutzen Sie ökologische und abbaubare Reinigungsmittel
  • Investieren Sie in gut isolierte Fenster
  • Kaufen Sie elektrische Neuanschaffungen nur mit Energieeffizienzklasse A

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