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Viel Haus für wenig Geld

Steigende Immobilienpreise und hohe Baukosten lassen vor allem junge Familien häufig davor zurückschrecken, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Doch, dass es möglich ist, auch mit einem kleinen Budget ein Haus zu bauen oder zu renovieren, das genügend Platz bietet und den Ansprüchen gerecht wird, erklärt der bekannte Gestaltungsexperte und Architekturbuchautor Thomas Drexel sehr praxisbezogen anhand echter Bauprojekte,

Singlehaus oder Familiendomizil, Satteldach oder Flachdach, Holz oder Beton: hinsichtlich Größe, Bauformen und Materialien illustrieren die Projekte eine riesige Bandbreite. Jeder kostenbewusste Bauherr erhält eine Vielzahl an Vorbildern und Ideen, bis hin zu Hinweisen zur Wahl des richtigen Architekten. Wie man erfolgreich ein Low-Budget-Haus plant, umsetzt und einrichtet, welche ersten Schritte angehende Bauherren auf ihrem Weg zum Low-Budget-Haus tun sollten. verrät uns der Buchautor im Interview.

 

Was ist ein Low-Budget Haus? Wodurch zeichnet es sich aus?

Thomas Drexel: Es gibt natürlich zahlreiche Definitionen, die den Begriff erklären, aber man könnte es ganz einfach so ausdrücken: Ein Haus, das unter dem Durchschnittspreis liegt und bei dem man von Beginn an darauf bedacht ist, Kosten zu sparen. Es geht aber keinesfalls um einen Billigbau, im Gegenteil, Low-Budget-Häuser stehen für hohen architektonischen Anspruch und Qualität. In der Regel haben sie eine Größe von 100 bis 120 Quadratmetern. Aber auch Häuser mit 140 bis 150 Quadratmetern können, je nach Kosten, als Low-Budget-Haus bezeichnet werden. Trotzdem macht es keinen Sinn diese Häuser größer zu bauen als es notwendig ist und es wäre auch nicht zielführend, wenn dabei mit Raum um sich geworfen wird.

 

Worauf müssen Bauherren bei der Planung eines Low-Budget-Hauses besonders achten?
Welche Probleme können auftreten?

Das Schwierigste ist oft, ein passendes Grundstück zu finden, das nicht zu groß ist und schon zu Beginn die Kosten sprengt. Hat man einen passenden Bauplatz gefunden, ist es wichtig, frühzeitig einen kompetenten Planer beiseite zu ziehen. Im Bereich Low-Budget sind das oft junge Architekten oder Spezialisten, die solche Bauaufgaben wahrnehmen können und möchten. Denn viele Architekten scheuen sich auch davor, den Schwerpunkt der Planung auf die Kosten zu legen. Obwohl sich schon mehrfach gezeigt hat, dass es sogar bei Villen möglich ist, die Kosten einzuhalten und günstig zu bauen.

Bei der weiteren Planung mit dem Architekten müssen die Bauherren dann auch auf die Auswahl des Raumprogramms achten. Hier stellt sich dann nämlich die Frage: Was brauche ich wirklich? Wünsche und Notwendigkeiten müssen also unter einen Hut gebracht werden.

Das gilt auch für den Innenausbau. Wie soll der Grundriss aussehen, wie teilt man die Räume am besten ein? Denn hier lassen sich mit wenigen Quadratmetern hohe Kosten sparen. Es ist zum Beispiel möglich den Spitzboden mit einzubeziehen, entweder als Kinderzimmer oder für eine Schlaf- und Arbeitsgalerie. Ziel sollte es auf jeden Fall sein, so wenig Stauraum wie möglich ungenutzt zu lassen. Also den Innenraum visuell großzügig zu gestalten und freie Flächen intelligent zu nutzen. Beispielsweise auch durch einen kombinierten Wohn- und Kochbereich, was es ermöglicht kompakter zu bauen. Es können aber auch erhebliche Kosten gespart werden, wenn z.B. kein Keller notwendig ist. Die allgemeine Herausforderung für alle Beteiligten besteht darin, allen Ansprüchen in adäquater Weise gerecht zu werden, aber dabei stets die Kosten im Blick zu haben.

 

Best of Low Budget Häuser

Die 50 schönsten Low-Budget-Häuser der letzten Jahre in diesem Buch zeigen unterschiedlichste Wege zum architektonisch hochwertigen und gleichzeitig kostengünstigen Bauen. Jedes Projekt wird mit kompakten Texten, bautechnischen Informationen, Baudaten und Kostenangaben (Brutto-Gesamtkosten), Plänen und Fotos vorgestellt.

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