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Tiefbau

Bereits vor dem Erwerb eines Grundstücks sollte man einen Aufschluss über die Bodenbeschaffenheit bekommen und zudem Informationen über die Oberfächenentwässerung in Erfahrung bringen. Durch diese wichtigen Messungen werden die Tragfähigkeit und die statische Gegebenheit des Bodens ermittelt. Mit der Erstellung dieses Arbeitsschritts kann ein Ziviltechniker oder Baumeister beauftragt werden und es wird schließlich anhand der Ergebnisse festgestellt, ob auf einem gesunden Boden das Bauvorhaben beginnend mit dem Tiefbau starten kann. Statiker und Kellerbauer bekommen durch ein durchgeführtes Bodengutachten darüber hinaus einen Hinweis, wie die genaue Bodenbeschaffenheit im Detail aussieht. Bei sandigen Böden kann man von einer mangelhaften Bindung innerhalb des Erdreichs ausgehen. Lehmige Böden sorgen im Gegensatz dazu für eine gewisse Stabilität des Bodens, jedoch können sie höher stehendes Hochwasser aufweisen. 

Unter Tiefbau versteht man jene baulich durchgeführten Maßnahmen, die an oder unter der Oberfläche durchgeführt werden. Im Normalfall wird der Umfang der durchgeführten Erdarbeiten zwischen dem Bauherrn und Erdbauunternehmen vereinbart. Bei Erdarbeiten wird grundsätzlich zwischen drei Bereichen unterschieden: Aushubarbeiten, Abfahren des Aushubs und Verfüllarbeiten.

Bei Aushubarbeiten wird der Oberboden, die sogenannte Humusschicht, abgegraben. Im Normalfall beträgt die abgetragene Tiefe 20 cm und wird schließlich für eine Wiederverwendung gelagert oder abtransportiert. Diese entfernte Erdschicht wird wegen der Eigenschaften eines fruchthaften und nährhaften Bodens normalerweise wiederverwendet und gewährleistet ein rasches Wachsen der erwünschten Pflanzen und des gewählten Rasens. Im Anschluss daran kommt es zum Aushub der Baugrube, die für das Fundament einer Bodenplatte oder eines Keller benötigt wird. Bei diesem Arbeitsschritt gilt zu beachten, dass man unter anderem Kanäle für Leitungen und Abwasser miteinberechnen muss.

Nachdem dies abgeschlossen ist, wird mit den Verfüllarbeiten begonnen. Es empfiehlt sich hierfür ein setzungsfreies Material zu wählen – Kiessand bringt alle Eigenschaften mit sich, um später durchgeführten Baumaßnahmen und Witterungsverhältnissen stand zu halten.

Nach dem Abschluss jeglicher Erdarbeiten erfolgt als nächster Schritt eine Erschließung des gesamten Grundstücks. Bei einem Tiefbau hat man es stets mit großen Erdbewegungen zu tun und deshalb bedarf es leistungsstarker Geräte, um dieses komplexe und herausfordernde Bauprojekt umzusetzen. Bagger sind wohl die bekanntesten Baufahrzeuge und dienen dem Lockern und Bewegen des Bodens. Je nach Größe und Umfang eines Projekts können mehrere Bagger an einer Baustelle arbeiten.

Der Tiefbau ist für ein Bauvorhaben der erste und wohl wichtigste Arbeitsschnitt. Durch ihn wird ein Fundament für den Traum eines Eigenheims gelegt und spezialisierte Firmen für Aushubarbeiten können mit Rat und Tat stets am Bauvorhaben entscheidend mitwirken und für adäquate Tiefbauarbeiten und Erdbewegungen sorgen.

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