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Schadstoffe bei der Sanierung am Baujahr erkennen

Ein wesentlicher Aspekt, um bereits im Vorfeld einer Baumaßnahme Hinweise auf eine mögliche Verwendung von schadstoffbelasteten Baumaterialien zu erhalten, ist in aller Regel das Baujahr des betroffenen Gebäudes oder Gebäudeteils beziehungsweise der Zeitraum von Sanierungen, Umbauten oder Einbauten. Denn Baumaterialien wie Asbest, alte Mineralwolle, PAK oder Holzschutzmittel wurden in bestimmten unterschiedlichen Verwendungszeiträumen angewandt.

 

Trittschalls unter dem Estrich. In einer Übergangszeit zwischen 1996 und Mitte 2000 war die Verwendung von „alter“ Mineralwolle ebenso zulässig wie der Einsatz neuer Mineralwolle, deren Faserstäube gemäß derzeitigem Kenntnisstand frei vom Verdacht sind, Krebs auszulösen. Asbest wurde zwischen 1950 und 1990 in großem Umfang eingesetzt. Die Hochzeit der Asbestanwendungen lag in den 1970er- und 1980er-Jahren. Aber noch bis in die 1990er-Jahre durften fest gebundene Asbestprodukte legal in und an Gebäuden eingesetzt werden. Wegen der gesundheitlichen Auswirkungen wie Asbestose und Krebs wurde zunächst der Einsatz von Spritzasbest als schwach gebundenes Asbestprodukt verboten. Es folgten sukzessiv weitere Verbote bis zur end- gültigen Verbannung von Asbest aus Gebäuden. Bis 1978 kamen Polychlorierte Biphenyle (PCB) in offenen Systemen in Gebäuden zur Anwendung, zum Beispiel in Deckenplatten, Wand- und Deckenanstrichen sowie dauer- elastischen Fugenmassen. Weiterhin durften PCB bis 1989 in geschlossenen Systemen in Verkehr gebracht wer- den, etwa in Kleinkondensatoren von Leuchtstofflampen. Neben den üblicherweise eingesetzten Holzschutzmitteln wie Pentachlorphenol zum Schutz der konstruktiven Holzbauelemente sind alte Spamplatten oft stark Formaldehyd belastet. Bei der Altbausanierung eines Gebäudes das vor 1993 errichtet wurde, lohnt sich daher ein Blick in die Baubeschreibungen und Bauakten, um Verdachtsmomente auf Schadstoffe zu überprüfen.

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