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Soziale Medien :

Immobilien der Zukunft

Wohnen in der Welt von Morgen

Urbanisierung, Individualisierung, Digitalisierung – Begrifflichkeiten, die immer wieder ins Auge stechen, wenn es um das Thema Wohnen in der Zukunft geht. Und mit Zukunft sprechen wir nicht von einer Welt, in der Roboter und fliegende Autos an der Tagesordnung stehen, sondern von Lebensumständen, mit denen sich vor allem die Generationen Y und Z auseinandersetzen müssen.

Die Gesellschaft verändert sich und somit auch die Anforderungen an die Wohnkultur. Mit dem steigenden Anspruch an Individualität und den vielfältigen Möglichkeiten, die heutzutage beinahe in allen Lebensbereichen geboten werden, kann jeder sein Leben nach seinen persönlichen Vorstellungen gestalten – sowohl bezogen auf Familienmodelle, Lebensstile, Konsumverhalten oder aber auch Wohnformen. Städte sind dafür der ideale Lebensraum. In den nächsten Jahren werden die Grenzen zwischen Wohnen und Arbeiten, zwischen Beruf und Freizeit, zwischen Familie und Freunden immer weiter verschwimmen.

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Vom Wohn- zum Lebensraum

Das Bedürfnis nach Flexibilität und Mobilität und digitaler Vernetzung steigt und macht innovative Wohnkonzepte notwendig. Wohnen und Arbeiten, Arbeiten und Konsum, Kinder- und Altenbetreuung am Wohnort, Privat- und Geschäftsleben – all diese Bereiche werden künftig stärker ineinander greifen und sich nicht mehr voneinander trennen lassen. Bauliche Strukturen müssen schneller und flexibler auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren und werden daher zunehmend multifunktionell geplant, um möglichst viele Bedürfnisse zu befriedigen. Aus reinen Wohnhäusern werden Räumlichkeiten, die rund um die Uhr in Betrieb sind. Sie beherbergen modern ausgestattete Co-Working Spaces, Angebote zur Kinderbetreuung, Gemeinschaftsgärten, Cafés und Supermärkte. Auch Mehrgenerationen-Wohngemeinschaften oder Gruppen von Privatpersonen, die sich zum gemeinsamen Bauen und zum Verwirklichen von Wohnträumen zusammenschließen, werden immer üblicher.

Smart Home – innovativ Wohnen

Wenn der Kühlschrank erkennt, dass die Vorräte langsam zu Ende gehen und eine Einkaufsliste erstellt, die automatisch auf das Smartphone gesendet wird. Wenn sich die Heizung rechtzeitig vor dem Nachhausekommen einschaltet, sodass wohlige Temperatur im Wohnzimmer herrscht. Wenn sich der Fernseher automatisch einschaltet und die neuesten Serien und Filme für den gemütlichen Couchabend vorschlägt.

Die Technik bestimmt schon lange unser Leben und ist aus vielen Bereichen gar nicht mehr wegzudenken. Doch Technik alleine macht aus dem Zuhause noch kein Smart Home – erst die Vernetzung dieser einzelnen Komponenten mit flexiblen Wohnstrukturen macht aus den eigenen vier Wänden ein Smart Home. Nicht alles, was technologisch möglich ist, macht im Alltag auch Sinn. Hier sind innovative Lösungen gefragt, die das Leben spürbar vereinfachen. Intelligente Wohnkonzepte orientieren sich an den Bedürfnissen der Bewohner und passen sich an die wechselnden Lebenssituationen an. Wenn die Familie wächst, wenn erwachsene Kinder ausziehen oder pflegebedürftige Angehörige ins Haus einziehen, dann müssen neben adaptiven und lernfähigen Technologien auch die Wohnräume flexibel gestaltet werden können, um optimal auf die veränderten Lebenssituationen reagieren zu können. Erst dann wird ein Zuhause zum Smart Home.

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Downaging – das neue Lebensgefühl

Die Gesellschaft befindet sich im demographischen Wandel. Die Altersstruktur der Bevölkerung, die früher einer Pyramide glich und die ein solides Fundament an jungen Menschen zeigte, weist nun beinahe die umgekehrte Form auf. Auf Grund von sinkenden Geburtenraten und steigender Lebenserwartung wird die Bevölkerung immer älter, ebenso sinkt das subjektiv empfundene Alter und sogenanntes Downaging wird zum Lebensgefühl der Generation 50-Plus. Studien zufolge fühlen sich 70-jährige Menschen im Durchschnitt 15 Jahre jünger, was sich im Lebensstil und im Konsumverhalten niederschlägt. Ältere Menschen sind heutzutage wesentlich fitter, vitaler und gesünder und sorgen dafür, dass im Laufe der nächsten Jahre ein neues Verständnis des Begriffs „Alter“ einsetzen wird und Wörter wie „altersgerecht“ oder „Altersheim“ werden weitgehend aus dem Sprachgebrauch verschwinden. Das ist nicht nur auf den geänderten Lebensstil der älteren Menschen zurückzuführen sondern auch auf die gesteigerte Affinität hinsichtlich technologischer Hilfsmittel, die es ermöglichen, bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden wohnhaft zu bleiben und selbstbestimmt zu leben. Innovative Wohnprojekte bieten ein kreatives Konzept, das Barrierefreiheit und Ästhetik miteinander verbindet und Voraussetzungen schafft, um hilfsbedürftigen Menschen im Alltag Unterstützung zu bieten. Digitale Kommunikationstools erleichtern die Interaktion mit Ärzten, Pflegepersonal und Angehörigen und werden selbst für die ältere Generation zum festen Bestandteil ihres Alltags.

Vermehrt werden auch generationenübergreifende Wohnprojekte realisiert, die ein gemeinschaftliches Leben von Jung und Alt ermöglichen. Hochwertige Architektur, barrierefreie Ausstattung und moderate Preise machen diese Projekte sehr attraktiv. Serviceangebote wie Einkaufshilfen oder häusliche Pflege können je nach Bedarf in Anspruch genommen werden, ebenso befinden sich Wäschereien, Kindergärten oder sonstige Serviceeinrichtungen in unmittelbarer Nähe.

Zentralen Stellenwert neben Digitalisierung, Urbanisierung und Innovation hat auch das Thema Nachhaltigkeit. Vor allem die jüngere Generation fordert umweltschonende, klimaneutrale und gesunde Lösungen und setzt so neue Maßstäbe für ökologisches Bauen. Erneuerbare Energien und moderne Technologien zur Einhaltung der Niedrigenergiestandards sind aus dem Wohnungsbau von Morgen nicht mehr wegzudenken. Photovoltaikanlagen werden beispielsweise nicht mehr nur auf Dächern installiert, sondern werden dank moderner Technologien unauffällig in den Fassaden integriert. Immer häufiger werden natürliche Materialien eingesetzt, die neben ihrer Eigenschaft als nachwachsender Rohstoff auch noch positive gesundheitsfördernde Aspekte aufweisen. Vielseitig einsetzbar ist beispielsweise Holz, denn neben seiner Energieeffizienz weist der Rohstoff auch noch hohe Ästhetik auf und bringt modernes Design und Wohlfühlfaktor in den Wohnraum. Vielfältige Innovationen werden das Leben, wie wir es jetzt kennen, über die Jahre hinweg verändern.

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