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Hochbeet- Pflückfrischer Genuss

Text: Denise Derflinger

Jedes Jahr wächst die Gemeinschaft der HobbygärtnerInnen. Die Hände tief in die Erde graben, den Pflanzen beim Keimen zusehen und Wochen bis Monate später das erste eigene Gemüse ernten ist nun einmal ein unvergleichliches Erlebnis. Ob großer Garten, kleine Terrasse oder Minibalkon – in den Genuss des Hochbeet-Gärtnerns kann jeder kommen! Es gibt viele Gründe, sich ein Hochbeet anzuschaffen. Es ist rückenschonender als ein Bodenbeet, verspricht eine größere Ernte auf kleinerem Raum, ist eine günstige Möglichkeit für den eigenen Gemüseanbau, ohne den Garten umgraben zu müssen und ziert selbst den kleinsten Balkon mit üppigem Kräuter-Grün. Auch Perfektionisten müssen keine Abzüge machen: sie dürfen aus einer Fülle an Material und optischen Vorzügen wählen. Klassisch aus Holz, ursprünglich aus Stein, modern aus Beton oder Edelrost, ob in einer U-Form angelegt, als Raumteiler im Garten, Sichtschutz für den Balkon oder um den ansonsten nutzlosen Hang zum echten Gemüse-Paradies zu machen – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

 

Wie groß darf´s sein?

Baut man sich selbst ein Hochbeet, stehen einem natürlich unzählige Möglichkeiten offen. Im Handel haben sich über die Jahre hinweg jedoch einige Standardgrößen herausgebildet, die – vielfach erprobt und weiterentwickelt – ein angenehmes Arbeiten und ein gutes Gemüse-Wachstum garantieren. So sind die meisten Hochbeete 70 bis 140 Zentimeter breit, je nachdem, ob das Hochbeet von einer oder von beiden Seiten benutzt wird, und 90 Zentimeter hoch – für eine garantiert rückenschonende Haltung, ohne sich verbiegen zu müssen.

 

Wohin mit dem Beet?

So wie bei uns Menschen, gibt´s auch in der Pflanzenwelt die wahren Sonnenanbeter und jene, die doch lieber ein Schattendasein fristen. Ob das Hochbeet also in die pralle Sonne gehört, auf ein luftiges Platzerl unter einen Baum oder doch lieber an die schattige Nordwand, hängt davon ab, was gepflanzt werden möchte. Wer Südländisches wie Tomaten und Chili anpflanzen möchte, tut dies in der Sonne, wer Schnittlauch auf dem Butterbrot liebt und für Kräuter wie Kerbel, Dill und Petersilie schwärmt, kann das Hochbeet ganz wunderbar in den Schatten verfrachten.

 

Gut gefüllt ist halb gewonnen

Bereits im Herbst oder Frühling darf man am Hochbeet Hand anlegen, je früher man beginnt, desto besser sogar die Versorgung der Pflanzen. Nur, wenn richtig befüllt wurde, können „Heizung“ und Luftaustausch bestens funktionieren. Zuerst der Wühlmausschutz, dann eine dünne Drainageschicht Kies, die Gies- und Regenwasser ablaufen lässt, eine Schicht aus grobem Grünschnitt wie Ästen und Zweigen, eine Schicht aus feineren Grünabfällen vom Rasenschnitt, eine Schicht Gartenerde und zum Schluss die Pflanzschicht mit einer Mischung aus Kompost und Gartenerde. Ein paar Tage warten, damit sich die einzelnen Schichten setzen können, auffüllen – und das Hochbeet ist bereit fürs Bepflanzen!

 

Der beste Start ins Hochbeet-Jahr

Durch seine natürliche Wärmeentwicklung hat das Hochbeet den Vorteil, dass es schon früh im Jahr – und sogar das ganze Jahr über! – bepflanzt werden kann. Ab März ziehen Radieschen, Spinat, Rucola und Pflücksalate ein, später kommen Zwiebeln, Karotten, Bohnen und Mangold dazu, nach den Eisheiligen Mitte Mai dürfen auch die wärmeliebenden Gemüse ins Hochbeet ziehen. Im Herbst und Winter fühlen sich dann Asia-Salate, Lauch, Kohlsprossen, Pastinaken und Vogerlsalat wohl. Und jetzt bleibt nur noch eines: die ganze Vielfalt nach getaner Arbeit auch genießen!

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