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Garten

Der Garten ist viel mehr als etwas Grün rund ums Haus. Er ist – egal ob groß oder klein – ein Biotop für Mensch und Tier, ein Raum zum Entspannen, zum  In-sich-gehen, zum Träumen, aber auch zum Feiern, Spielen, Trainieren und natürlich zur Aufzucht, Pflege und Ernte von Pflanzen, Obst Gemüse – das ganze Jahr lang. Ein Garten macht frei.

Die Bedeutung des Gartens wird einem gerade jetzt – nach einem weiteren harten Lockdown – so richtig bewusst. Glücklich die, die einfach rausgehen und bei ihren Rosen herumzupfen können oder das Herbstlaub zusammenkehren und auf den Kompost aufbringen. Glücklich auch die, die ihren Kindern  einen Spielplatz vor dem Haus bieten können und ihnen die Natur im Jahreszeitenwandel näherbringen können. Glücklich der Gartenbesitzer!

Die Gestaltung des Gartens hat viel mit Philosophie zu tun. Die unterschiedlichen Lebensanschauungen der verschiedenen Epochen spiegeln sich auch in der Architektur des Gartens wieder, genauso wie die individuellen Bedürfnisse der Gegenwart.  

Während Barockgärten angelegt sind, um die Natur zu beherrschen und sich durch Statuen, Wasserspiele und symmetrisch angeordnete Blumenbeete auszeichnen, Macht und Wohlstand symbolisieren, bestechen Gärten der Moderne durch ihre Schlichtheit und rücken den eigentlichen Hauptakteur des Gartens – den Baum – in den Mittelpunkt. 

Der eher typische Gartenbesitzer von heute möchte einen Genussgarten, der wenig Arbeit verursacht. Er muss Teil des Wohnraums werden, wohin man vor der Hektik des Lebens fliehen kann. Er soll verzaubern, an Urlaube erinnern, an Gefühle, an Momente des Glücks.  

Planung ist der halbe Garten

Wirklich gute Gärten plant  der Experte, während der ambitionierte Laie meist auf die eigenen Themen fokussiert ist und der Garten sich  dann rundherum „ergibt“. Beispielsweise sind 90 Prozent der Pools falsch platziert, weil nicht berücksichtigt wurde, wann die letzten Sonnenstrahlen eingefangen werden können.  

Durch gute Planung können Fehler vermieden werden und der Kunde kommt rascher zu einer zufriedenstellenden Entscheidung. Wer hier spart, spart an der falschen Stelle und muss womöglich mehr in die Sanierung investieren, als es ursprünglich gekostet hätte. „Mit der richtigen Gartengestaltung kann jedes Haus aufgewertet werden, in Punkto Lebensqualität und Wiederverkaufswert.“, weiß DI Walter Hausleithner von Garten & Teich in Thalheim aus langjähriger Erfahrung.

Als erstes wird der Bedarf erhoben, dann die Ist-Situation erstellt wird, die sich auch am Budget orientiert. Das Allerwichtigste ist der Raumaufbau mit den Sichtachsen. Dabei geht es um die  Grundstücksgröße und -ausrichtung, die Lage des Hauses, Abendsonne, Nachbarn, Terrassen, Bestand, Sichtschutz, Einfahrtssituation, Garage, Pool oder Schwimmteich – immer mit Blick auf die Öffnung nach außen.

 

 

Gefühlssache

Der Planer braucht nicht nur ein gutes Gespür dafür, was Sinn macht und wie sich das Haus in den Garten einfügt oder umgekehrt, sondern vor allem auch für die Menschen, die Haus und  Garten bewohnen.  Ein Wohlfühlgarten ist das Gesamte, in sich Stimmige, ohne Störfaktoren von außen. Wenn man vorne bei der Haustür reingeht und hinten in den Garten raus, taucht man in eine andere Welt ein, hat jeden Tag ein paar Minuten Urlaub in seiner Oase der Zufriedenheit.  

 

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