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Finanzierungstipps für den Immobilienkauf

Ist nach reiflichen Überlegungen die Entscheidung gefallen, sich ein Eigenheim anzuschaffen, geht es – am besten noch vor der konkreten Immobiliensuche – an die Prüfung der Finanzierungsmöglichkeiten. Die besten Immobilien könnten nämlich dann „weg sein“, wenn man keine Finanzierungszusage der Bank vorweisen kann.

Es zahlt sich im wahrsten Wortsinn aus, sich dafür ausreichend Zeit zu nehmen. Es gilt zu überlegen, welche Größenordnung der Immobilie und somit des Kreditumfanges sowie der Laufzeit realistisch sind, um die nächsten 20, 30 Jahre nicht am finanziellen Limit leben zu müssen. Finanzexperte Robert Angerbauer aus Wallern berät seine Kunden „rund um’s Geld“ und das fast rund um die Uhr. Bezüglich Immobilienfinanzierung gibt er folgende Tipps:

Checken Sie Ihre Finanzsituation

Prüfen Sie kritisch, wie viel Eigenkapital Sie zur Verfügung haben und ob Ihr Einkommen sich in den nächsten Jahren grundlegend verändern könnte. Stellen Sie Ihr Einkommen Ihren Ausgaben gegenüber, um den Rahmen festzulegen, über den Sie „frei verfügen“ können. Dabei sollten Sie auch Rücklagen für Unvorhersehbares einplanen.

Vergleichen Sie zur Planung des Haushaltsbudgets das gesamte Familieneinkommen mit den (zukünftigen) Fixkosten, daraus lässt sich eine leistbare Kreditrate ermitteln. Vergessen Sie dabei nicht auf die Anschaffung der Einrichtung und zusätzliche Aufwendungen! Experten raten, für unvorhersehbare Ausgaben 10 Prozent  einzuplanen, wie etwa für Pflegekosten für Angehörige oder dringend notwendige Reparaturen. Auch die erweiterten Lebenskosten wie Treibstoff, Versicherungen, aber auch Sport, Freizeit und Urlaube müssen berücksichtigt werden.  

Beginnen Sie rechtzeitig mit der Finanzierungsplanung

Diese Vorlaufzeit ist wertvoll, um mehrere Kreditangebote von Banken oder Bausparkassen einzuholen und zu vergleichen und sich über Fördermöglichkeiten zu informieren.

Berücksichtigen Sie die Nebenkosten

Grunderwerbssteuer, Notariatskosten und Gerichtsgebühren, Maklerkosten, Schätzkosten, Aufschließungskosten, Vermessungskosten und Finanzierungskosten können bis zu 10 Prozent des Kaufpreises betragen. Diesen Wert sollte man zum Kaufpreis dazurechnen, um eine All-inclusive-Finanzierung zu besten Konditionen zu erreichen.

Ermitteln Sie Ihren Finanzierungsbedarf

Auch in Zeiten niedrigsten Zinsniveaus wird eine Eigenkapitalquote von 20 bis 30 Prozent empfohlen. Grundsätzlich gilt: je höher das Eigenkapital, umso geringer ist der Kreditzinssatz. Als Ausnahmen gelten sehr hohe Einkommen, bei denen eine Finanzierung auch ohne Eigenkapital zu vernünftigen Zinsen möglich ist. Bezüglich Förderungen empfiehlt es sich, bei der Hausbank anzufragen.

Variabler Zinssatz versus Fixzinssatz

Auch wenn der variable Zinssatz günstiger ist, sollte man sich im derzeit historisch niedrigen Zinsniveau mit einem Fixzinssatz über eine möglichst lange Laufzeit gegen steigende Kreditraten absichern. Eine Kombination zwischen variablen und fixen Zinssätzen ist natürlich möglich. Neben dem Zinssatz sind auch die sonstigen Gebühren und Spesen zu berücksichtigen. Hier ist der „effektive Zinssatz“ hilfreich, weil in diesem sämtliche zusätzlichen Kosten berücksichtigt werden müssen.

Bonitätskriterien

Darunter versteht man die bankübliche Feststellung von Sicherheiten, die sowohl die Bank als auch den Konsumenten schützen. Wichtig sind neben dem Eigenkapital das monatliche Einkommen sowie Sicherheiten in Form von Immobilien oder Wertobjekten.  

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