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Soziale Medien :

Energie sparen und Komfort gewinnen

Fenster-Sanierung Text: Christina Gärtner

Noch bis in die 1980er-Jahre sorgten Fenster fast ausschließlich für Tageslicht und Frischluft. Mittlerweile haben sich die Bauteile aber enorm weiterentwickelt. Anforderungen wie Einbruchsicherheit, Dämmung und Belüftung sind inzwischen Standard. 

Bei guter Pflege überzeugen Fenster mit einer Lebensdauer von bis zu 50 Jahren. Dennoch gibt es verschiedene Gründe, über einen Austausch anzudenken. Mag. Dieter Lechner vom „Verein Plattform Fenster Österreich“ zählt etwa schlechte Energieeffizienz, fehlender Einbruch- und Sonnenschutz, aber auch neue architektonische Ansprüche auf. „Geschmäcker verändern sich. Man möchte andere Formen und Farben und großflächige Verglasungen wie Hebe- oder Schiebetüren haben“, so Lechner. Durch die Sanierung alter Fenster wird sowohl die Wohngesundheit als auch der Wohnkomfort erhöht und gleichzeitig Energie – und damit Kosten – gespart.

 

Fenstertausch oder Sanierung

Moderne Fenster haben zahlreiche Vorteile, die weit über die Vorgaben des österreichischen Baurechts hinausgehen. Es gibt keine vernünftigen Maßnahmen, um die Qualität sehr alter Fenster auf diesen Stand der heutigen Fenstergeneration zu verbessern. „Der Ersatz von Verschleißteilen gehört zum normalen Erhaltungsaufwand eines Fensters. Der Austausch von Dichtungen reduziert Zugluft und ungewollte Lüftungswärmeverluste, bringt aber in Summe keine wesentlichen Verbesserungen der Fenstereigenschaften“, betont Lechner. Um die Energieeffizienz von alten Fenstern zu verbessern, wäre ein Austausch von alter Zweifach- auf gut dämmende und heute übliche Dreifachverglasung notwendig. „Aufgrund der höheren Glasstärke ist das meist nicht möglich, da die Fälze der bestehenden Fensterrahmen dazu nicht tief genug sind. Fraglich ist auch, ob die Tragfähigkeit der alten Beschläge und die Statik der Fensterrahmen für das höhere Glasgewicht ausreicht. Ein solcher Tausch macht auch wirtschaftlich keinen Sinn, da die Kosten für die Nachrüstungen vor Ort teurer sind, als der komplette Austausch der Fenster“, so Dieter Lechner.

 

Nützliche Zusatzfunktionen

Die neue Fenstergeneration überzeugt nicht nur mit besseren Energieeffizienzwerten. Durch die Automation von Fenstersystemen werden Daten zu Raumtemperatur, CO2-Werte und Luftqualität gemessen. Durch entsprechende Sensorik können sich Fenster automatisch öffnen und schließen, bei zu viel Sonneneinstrahlung wird verdunkelt und bei Einbruch der Dämmerung wird der Sichtschutz aktiviert. Bei schlanken Fensterprofilen sorgt eine Vakuum-Isolierverglasung statt einer Dreifachverglasung für den optimalen Wärmeschutz. „Das Fenster ist ein Tausendsassa. Es ist ein Kraftwerk, das uns mit Energie, Licht und frischer Luft versorgt und vor extremen Umwelteinflüssen wie Sturm, Hagel, Regen und Lärm schützt. Das Fenster ist auch für ein angenehmes Raumklima entscheidend“, hebt Lechner hervor. 

 

Willkommen in der Zukunft

Internorm bietet mit der „I-tec“ Serie bereits revolutionäre Technologien serienmäßig an. Mit dieser Fenstergeneration zieht ein Plus an Qualität, Komfort und Design ein. Mit unsichtbarer Verriegelung, vollintegrierter Lüftung, energieautarker Beschattung, einzigartiger Isolierung und einer besonderen Wärmeschutzbeschichtung setzt das Unternehmen aus Traun neue Maßstäbe. 

 

„Bei Internorm werden seit Jahren keine von außen sichtbaren Beschläge eingesetzt. Das erhöht den Einbruchschutz und erleichtert Reinigung und Pflege.“

Christian Klinger, Unternehmenssprecher und Miteigentümer von Internorm

INTERVIEW //

Dieter Lechner, Vorstand „Verein Plattform Fenster Österreich“

 

Wohin entwickelt sich die Fenstertechnologie?

Es wird die Individualisierung des Fensters noch stärker zunehmen und es muss sowohl in der Gestaltung wie Design, Oberflächen und Materialien als auch in der Technik ein breites Spektrum abdecken. Die Entwicklung geht vom einfachen Produkt hin zum High-Tech-Element. Eine revolutionäre Entwicklung wäre Utopie!

 

Gibt es noch Verbesserungspotenzial?

Fenster werden heute industriell in Fabriken produziert und sehr handwerklich montiert. Dafür müssen andere Lösungen gefunden werden. Und es wird sich die Schnittstelle Wand – Laibung – Fenster verändern.

 
Wie steht es um die Ökobilanz der Branche?

„Das Thema Nachhaltigkeit erfordert neue Lösungen. Obwohl das Fenster heute schon gut recyclebar ist, sind noch weitere Entwicklungen zur Verbesserung der Kreislaufwirtschaft notwendig.“

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