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Doppelt hält besser

Homestory

Dinge zu machen, die sonst keiner macht – das beschreibt den Bauherrn Anton Vormair wohl sehr gut. Er und seine Frau Anita haben sich mit unkonventionellem Denken und Mut zu neuen Wegen ihren ganz eigenen Wohntraum mit Genböck Haus verwirklicht. Und zwar mit der ungewöhnlichen, aber genialen Idee, ihr altes Haus in Bausch und Bogen zu verkaufen und auf dem vorhandenen Bauplatz ein neues zeitgemäßeres zu errichten.

Viele Menschen stoßen beim Hausbau an ihre Grenzen. Einmal und nie wieder lautet die Devise, nicht so bei Familie Vormair aus Grieskirchen. Nach gut 20 Jahren entsprach ihr bisheriges Heim nicht mehr ihren Vorstellungen und wurde deshalb gegen ein modernes komfortableres ausgetauscht – die Wohnadresse, das ist das Besondere, blieb dabei dieselbe.

 

Wunsch nach Veränderung

Angefangen hat das ambitionierte Projekt wie so vieles im Leben ganz klein. Nachdem der bestehende Bungalow im Landhausstil nicht mehr alle Wünsche und Bedürfnisse des Paares erfüllen konnte, stand eine größere Renovierung im Raum, die Wunschliste wurde immer länger bis schließlich klar war, dass dafür schon neu gebaut werden müsste. 

So entschieden die Vormairs, sich ihren Traum zu erfüllen und ein größeres, helleres und vor allem moderneres Haus zu bauen. In Architekt Norbert Bruckner aus Natternbach fand man einen erfahrenen Planer, in Genböck Haus den perfekten Partner für die Umsetzung des Projekts. Schon beim Bau ihres ersten Hauses Anfang der 1990er-Jahre hatte die Familie auf die Kompetenz des Fertighausprofis aus Haag am Hausruck vertraut. 

 

Neues Haus am „alten“ Platz

Den naheliegendsten Gedanken, sich einen neuen Baugrund zu suchen, ließ die Familie schnell wieder fallen – eine andere Lösung musste her. 

Wie gut, dass der Bauherr „gerne Dinge macht, die sonst keiner macht“, und so kamen er und seine Frau auf die ungewöhnliche Idee, das alte Haus samt Inventar zu verkaufen und auf dem vorhandenen Bauplatz ein neues Haus zu bauen. Auf die Annonce „Haus (fast) zu verschenken“ meldeten sich innerhalb kürzester Zeit an die 150 Interessenten. Den Zuschlag bekam schließlich eine Jungfamilie mit knappem Budget und handwerklichem Geschick. 

 

Eine logistische Meisterleistung

Das Haus der Vormairs wurde vollständig ausgeräumt, in nur wenigen Tagen abgebaut, mit Tiefladern an den neuen Standort gebracht und auf einem passgenau, neu geschaffenen Fundament wieder errichtet. Die Haager Fertighausprofis erledigten die Aufgabe mit Bravour – nicht zuletzt, weil man beim Auf- und Abbau von Musterhäusern schon Erfahrung gesammelt hatte. 

 

Hell und Modern

Danach war der Weg frei für den Neubau. Entstanden ist ein moderner Kubus mit viel Licht und einem offenen Wohnbereich. Er setzt ein markantes Zeichen in der Gegend: geradlinig und modern und dem heutigen Baustil entsprechend aus mehreren Würfeln zusammengesetzt. Die Auffahrt zieren weißgraue Pflastersteine, die passen perfekt zum hellgrauen Tor der Doppelgarage und der strahlend weißen Putzfassade. 

Spannend und mitunter herausfordernd war die Verbindung von alter Bausubstanz, sprich Fundament, und neu zu errichtendem Haus. Vor allem die bestehenden Leitungen und Abflüsse mussten eingebunden werden. An einer Stelle wurde das Fundament ergänzt, um im Hausinneren mehr Platz für den Essbereich zu schaffen. Die bestehende Garage wich einer unterkellerten Doppelgarage. Die Aufgabe, bestehenden Gegebenheiten von Garten, Pool, vor allem aber den Keller harmonisch in ein neues modernes Wohnambiente mit einzubinden, wurde meisterhaft
gelöst. Ende April war Spatenstich, Anfang August zog die Familie ein. Vom ersten Augenblick an war klar: Das Raumgefühl ist ein völlig anderes. Dank der großen Fenster und Türen haben die Jahreszeiten im Haus Einzug gehalten. Der durchdachte, knapp 45 Zentimeter starke Holzriegelwandaufbau und flexible Installationsebenen sorgen für beste Energieeffizienz und erreichen fast Passivhausstandards. Selbst an kühlen Tagen reicht es aus, wenn man nur die Kaminöfen mit Wassertasche im Wohnzimmer und im ersten Stock heizt, so die Baufamilie. Bei Bedarf wird die Luftwärmepumpe aktiv.

 

Technischer Komfort

Betritt man das Haus, fällt der Blick sofort auf den 58 Quadratmeter großen Wohn- Koch- Essbereich der nur mit einer Glaswand von der Diele abgetrennt wird. Fünf Meter lange, geölte Nussholzdielen und zwei bodentiefe Fenster runden den edlen Gesamteindruck gekonnt ab. Der große Wunsch der Familie nach einer überdachten Terrasse ohne tragender Säule konnte mit einem ein Meter dicken Leimbinder gelöst werden, der über den Außenbereich gespannt einen Teil des großen Balkons darüber bildet. Ein im Obergeschoss angesiedelter großer, loftartiger Kreativraum mit viel Glas schafft Freiraum für Gedanken und Ideen. 

 

Win-win-Situation

„Wir würden es auf jeden Fall wieder so machen“ sind sich Anita und Anton Vormair einig. Schließlich sei es für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation gewesen: für die Jungfamilie, die günstig zu einem bestens erhaltenen Haus kam, und natürlich auch für die Vormairs selbst. Das gewohnte Umfeld blieb erhalten, das Wohngefühl jedoch hat alle Erwartungen übertroffen. 

INFOBOX

Wohnfläche: 240 m2

Raumhöhe: 2,70 m

Bauzeit: 4 Monate

Fassade: Putzfassade

Dach: Flachdach mit Kiesschüttung

Heizung: Luftwärmepumpe, Kachelofen

Bauweise: massiver Keller, Holzfertigteilhaus

Fußboden: geölte Nussholzdielen, Fliesen

Ausführung: Genböck Haus, Haag/H.

Fotos: Bruckner architektur, Genböck Haus

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