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Die Planung der Türen rechzeitig starten

Text: Christina Gärtner

Trotz offener Bauweise und Loft-Charakters: In manchen Räumen will man eine Türe hinter sich schließen können. Von Holz bis Glas, zum Drücken, Falten oder Schieben – die Auswahl an Innentüren ist heutzutage immens. Aufgrund ihrer Fläche haben sie großen Einfluss auf die Wirkung und den Stil eines Wohnraums. Türen wollen deshalb gut – und vor allem rechtzeitig – geplant sein.

Innentüren schaffen Freiheit und ermöglichen Rückzugsorte und sind nicht nur funktional, sondern auch ein Ausdruck von Persönlichkeit und Geschmack. Bei der Wahl von Innentüren sind viele Entscheidungen zu treffen, die sich häufig auf die Kosten auswirken. Es geht dabei etwa um Höhe und Breite der Türöffnung, die Zusammensetzung des Innenkerns, in welche Richtung Türen aufschwingen, ob sie im Einsatzbereich gewisse Anforderungen erfüllen müssen, das Material, die Struktur und Optik, aber vor allem auch das Einbausystem. Denn daraus ergibt sich die Mauerlichte – das entscheidende Maß für den Maurer. Sie gibt die Größe der Wandöffnung an, in die später das Türelement eingesetzt wird. In Bauplänen sind dagegen Durchgangsbreite und Durchgangshöhe bei eingesetztem Türstock eingetragen. 

 

Rechtzeitige Planungsarbeit

Für Räume wie Keller, Garagenzugänge oder Technikräume ist das Stahlzargensystem typisch. Es überzeugt mit Robustheit, Stabilität und einer langen Lebensdauer, jedoch nicht mit Schönheit. Stahlzargen werden im Rohbau direkt eingemauert oder einbetoniert, weshalb Änderungen zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr möglich sind. Bei Schiebetüren muss die Ausführung ebenfalls in der Rohbauphase entschieden sein. Vor allem, wenn diese später platzsparend in der Mauer verschwinden sollen. Bei sogenannten Fertigtürsystemen werden vom Hersteller Tür und Zarge montagefertig angeliefert und direkt auf das fertig verputzte Mauerwerk montiert. Sehr beliebt sind flächenbündige Systeme, bei denen Wand, Zarge und Tür eine Ebene bilden. Mit der Einschränkung, dass wandbündige Türen niemals beidseitig möglich sind. Es gibt auch noch das Rahmenstocksystem, das gänzlich ohne Zarge auskommt. „Es ist sinnvoll, sich rechtzeitig einen Überblick zu verschaffen und Beratung einzuholen. Was gefällt mir, aber auch was kostet das“, so Andreas Thallinger, Geschäftsführer von W.T.G. Türen in Lambach. Innentüren sollten also bereits in der Bauplanungsphase zum Thema gemacht werden.

 

Qual der Wahl

Bei Innentüren gibt es eine beinahe grenzenlose Kombinationsmöglichkeit von Materialien, Oberflächen, Farben und Akzenten. „Türen sind ein sehr individuelles Produkt, bei dem der Kunde über das Aussehen mitbestimmt. Seit einigen Jahren ist die Wildeiche sehr gefragt, von naturlackiert bis zu verschiedenen Farbtönen. Eine stumpfmatte Mattierung wirkt dabei besonders natürlich und überzeugt durch die Haptik. Je nach Furniersetzung ist das Erscheinungsbild einer Holztür eher unruhig oder schlicht. Bei Vollholztüren ist jede einzelne ein Unikat, das muss man auch mögen“, weiß Andreas Thallinger. Nicht aus der Mode kommen weiße Türen, da sie leicht kombinierbar sind und sich unauffällig in das Gesamtbild einfügen. Mit dem Standardprogramm deckt W.T.G. bestimmte Trendfarben, die alle aus der Natur kommen, ab. Wer die Holzart von Türen und Böden abstimmen möchte, tut laut Thallinger gut daran, vorab die Türen auszusuchen und daran die Böden anzupassen. Bei einem Großteil der Projekte sind Türbänder sichtbar. Für diese sowie bei Griffen und Schlössern ist derzeit die Farbe RAL 9005 schwarz matt wie auch bei Lichtschaltern, Lampen und Küchengeräten sehr beliebt. 

 

Regionale Maßarbeit

Ein schonender Umgang mit Ressourcen und klimafreundliche Innovationen sind wichtige Werte für DANA. Von der Produktentwicklung bis hin zu Produktion und Vertrieb werden alle Schritte der Wertschöpfungskette im oberösterreichischen Spital am Pyhrn umgesetzt. Hier wird größtenteils Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft verarbeitet. Die nachvollziehbare Holzherkunft wird durch die Zertifikate PEFC™ und FSC® bestätigt. Auch mit Strom aus erneuerbaren Energien, Abfalltrennung und Emissionsreduktion leistet DANA einen Beitrag zur Erhaltung und Schonung natürlicher Ressourcen. Hinter der Marke DANA steckt das Unternehmen Jeld-Wen Türen. Dieses wurde für das besondere Engagement in Sachen effizienter Energienutzung vom Klimaschutzministerium als Vorzeigebetrieb gewürdigt und ausgezeichnet. 

W.T.G. Türen entstehen fast zu 100 Prozent in den Werken in Lambach und Bad Wimsbach-Neydharting. „Wir fertigen Türen auf Maß. Das macht uns auch besonders stark in der Renovierung. Jede Tür wird von Grund auf kommissionsweise gefertigt, vom Rohling bis zum Griff“, betont Geschäftsführer Andreas Thallinger. 

In Österreich gibt es nur mehr wenige Hersteller von Massivholztüren. Bei teilmassiven Türen setzt W.T.G. beim Kern auf Flachs und damit ebenfalls auf einen sehr nachhaltigen und schnell nachwachsenden Rohstoff. Bei Glaseinsätzen arbeitet der Lambacher Betrieb mit Gewerken aus der Region zusammen. 

 

Ausgezeichnetes Design

JOSKO produziert seit der Gründung vor über 60 Jahren im eigenen Werk in Kopfing neben Fenstern auch Innentüren. Mit dem reduzierten Design der Glastüren aus der neuen MET-Loft-Serie wird das oberösterreichische Premiumhersteller bereits zum sechsten Mal mit dem Red Dot Award
ausgezeichnet. 

„Noch nie gab es so viele neue Modelle in so vielfältigen Stilrichtungen und mit einer so grenzenlosen Gestaltungsfreiheit. Puristisches, flächenbündiges Design erhält mit unsichtbaren Türdrückern eine völlig neue Bedeutung, klassische Modelle werden stilsicher neu interpretiert und minimalistisches Design in Kombination mit Glas und dezenten Aluminiumrahmen prägt eine gänzlich neue Produkt-serie“, ist man bei Josko überzeugt. 

„Von Glas wird ein gewisser Nutzen erwartet, beispielsweise natürliches Licht für einen Vorraum“, erklärt Thallinger. Er empfiehlt den Besuch von Schauräumen oder Messen, um Ausführungsqualität, Design, Haptik, Beschläge oder Türblattaufbau zu vergleichen. Aber auch, um mit bester Beratung die ideale Innentür zu finden, die allen Ansprüchen genügt, die Anforderungen erfüllt und ins Budget passt. 

 

INFOBOX

 

Verschiedene Aufbauarten 

Die Ausführung des Innenkerns von Türblatt hat Einfluss auf das Gewicht, die Stabilität, den Schallschutz – und damit auf die Qualität, aber auch den Preis. Es wird unterschieden zwischen

      • Vollspanplatte
      • Röhrenspanplatte
      • Röhrenspansteg
      • Wabeneinlage
      • Massivholz schichtverleimt
      • Massivholz stabverleimt
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